Marokko 2000 - Fotoalbum

im Qued des Antiatlas

Nach Tafraoute überwinden wir den Scheitel des Antiatlas und streben durch den Qued der Sahara zu.

Der Kocher klappert in der vorderen Packtasche, die Alltagsprobleme sind vergessen. Die Bewältigung der Piste fordert vollste Konzentration

 

Nomadenkinder fangen uns ab und zeigen uns alte Felszeichnungen  hoch über dem  Talboden. Wir werden mit der grandiosen Aussicht belohnt, die Kinder mit Süssigkeiten überhäuft.

 

 

 

  

Der erste Wegweiser nach 80 km bestätigt die GPS-Navigation, wir haben es geschafft und nähern uns wieder der Zivilisation mit Asphaltstraßen und ähnlichem Komfort.

 

 

Der letzten Zeltnacht in den Bergen folgt eine genießerische Abfahrt in die Schlucht und anschließend ein reinigendes Bad unter Palmen im aufgestauten Wasser des Baches.

 

Nach 10 erquickenden Schlafsackschlafstunden werden mitgebrachter Nescafe und die Morgensonne bald wieder die Blicke reinigen und für neue Eindrücke offen machen.

Die kulinarische Versorgung der einheimischen 'Gastronomie' beschränkt sich auf wenige Speisen: Tajine (Eintopf), Brochettes (Fleischspieße) u. Omelette 'Berber' und 2 Getränken: Cola u. Pfefferminztee.

 

 

'Gott sei Dank' gibt es in den Läden auch Sardinen- u. Thunfischdosen bzw. Eier u. Oliven zu kaufen.

 

 

Ein 2 Jahre alter Landrover mit Fahrer und 150.000 km auf dem Buckel bringt uns auf der Piste der Rally Paris-Dakkar durch die Ausläufer der Sahara. Den Lac Iriki lassen wir uns auf unseren Rädern nicht entgehen.

'Die Fahrt über den Lac Irici bleibt für alle Zeit etwas, was man mit geschlossenen Augen samt Fata Morgana jederzeit wieder auf die Innenseite der Augenlieder projizieren kann'   Zitat Maxi.

 

In den Dünen nahe von Mhamid.

'Männer von 40 schließen Türen leise hinter sich zu , von Räumen, die sie vielleicht nie mehr betreten werden' Zitat Maxi.

 

 

 

 

Die West-Ost Passage durch die Wüste mittels Landrover-Taxi ist geschafft, wir satteln wieder unsere Räder und rollen vorerst auf Asphalt  durch das Draa-Tal Richtung Quarzazate, vorbei an ausgedehnten Dattelpalmenplantagen. 

 

 

 

 

Gottl u. Martin beim Handeln

Handeln und Feilschen:

 Wer auch nur einen Augenblick stehen bleibt und zögert , um den ist es schon geschehen - und wer unbedacht einen Preis nennt, der hat den Handel schon eröffnet. In den Souks, so Elias Canetti (Die Stimmen von Marrakesch) hat jede Ware unendlich viele Preise, hier entsteht das erste Angebot des Händlers auf rätselhafte Weise, ist es eine Kunst, den endgültigen Preis zu erringen. In Ländern mit Preisbindung hingegen, schafft es jeder Dummkopf nicht übers Ohr gehauen zu werden.

 

Über Quarzazate vorbei an der Kasbah Ait Benhaddou streben wir dem Hauptkamm des Hohen Atlas zu, vorbei an Dörfern und Gebäuden, die wie bei den amerikanischen Puebloindianern in den Felsen kleben.

Am Hochplateau besichtigen wir die verfallene Residenz  von 'El Glaoui -  dem  Löwen des Atlas' der einst diese Region und den nahegelegenen Passübergang Tizi n'Tichka , kontrollierte. Noch ist anhand der verfallenen Reste der ehemalige Prunk und Reichtum zu erahnen. 

 

Am Scheitel unserer Königsetappe und Tour: Col du Tichka  2260 m.

Nachdem wir uns mit  hart erhandelten Souvenirs versorgt haben, flüchten wir vor der aufkommenden Kälte talwärts und rollen die grandiose Straße hinab auf der Suche nach einem geeigneten Zeltplatz.

HacTronic-Ausdruck Königsetappe Tizi-Tishka

 

 

Schneckensuppenverkäufer

Am Ziel unserer Radtour: Marrakesch - die alte Königstadt und Provinzhauptstadt von Südmarokko.

Für 2 Tage tauchen wir ein in die Medina und damit in die Welt des Orient.

Am pulsierenden Place DJEMAA el FNA (Platz der Gaukler) unter dem Minarett der Koutoubia Moschee und am Rand der Labyrinthe der Souks .

Am Tage kann man trotz der Luftverschmutzung den höchsten Gipfel des Atlas, den schneebedeckten  Toubkal sehen.